ÄNGSTLICHER HUND

Der ängstliche Hund – was tun, wenn der Vierbeiner ein Angsthase ist?

Gibt es mutige und ängstliche Hunde?

Das Hunde in bestimmten Situationen Angst haben, ist etwas völlig Normales und sogar Lebenswichtiges. Schließlich ist Angst ein Grundgefühl, dass im Grunde jedes Lebewesen vor Gefahren und Bedrohungen schützt und die körperliche ᐅ 5000 EURO KREDIT – Das sollten Sie alles wissenerhält.

Vorsicht und Skepsis gegenüber Dingen und Situationen, die der Hund nicht kennt oder nicht einschätzen kann, sind also durchaus in Ordnung und auch erwünscht. Bei besonders „draufgängerischen“ Vierbeinern ist die Erziehung und Haltung eher schwierig.

Wenn die Angst aber in übersteigerter Form auftritt, zur Ängstlichkeit gegenüber allen möglichen Alltagssituationen, sogar zur Panik oder Hysterie führt, muss gegengesteuert werden. Ein extrem ängstlicher Hund, der sozusagen ständig unter Stress steht, ist einerseits sehr bedauernswert und hat eine schlechte Lebensqualität.

Außerdem kann seine Unberechenbarkeit unter Umständen sogar gefährlich für sich selbst und seine Umgebung werden. Es ist deshalb sehr wichtig, mit entsprechender Erziehung und gezieltem Training dafür zu sorgen, dass der Vierbeiner lockerer und entspannt wird.

Sehen wir uns deshalb zuerst an, wovor ein ängstlicher Hund sich fürchtet und wie die Ängste entstehen. Besonders laute und plötzliche Geräusche erschrecken fast alle Hunde.

So kann ein Schuss, ein Feuerwerk, ein Gewitter, das Knallen von Türen, das Jaulen von Sirenen Angst erzeugen, aber auch das Dröhnen vom Staubsauger und Rassenmäher, das Knattern von Motorrädern. Außerdem fürchten die meisten Hunde alles was viel größer als sie ist und sich schnell bewegt wie Pferde, Kühe, Radfahrer sowie Jogger.

Auch was über ihm schwebt wie Hubschrauber, Heißluftballon, Kinderdrachen und große Vögel fürchtet ein ängstlicher Hund. Darüber hinaus können auch Schmerzen, enge Räume, Eingesperrtsein und Alleinsein beim Tier Angst auslösen.

Es gibt darüber hinaus aber auch eine Menge Ängste, deren Ursache den Hundehaltern völlig unverständlich sind. Manches Tier fürchtet sich vor raschelnden Plastiktüten, vor herumliegenden Lappen, vorm Quaken von Fröschen und dem leisesten Luftzug. Das kann mit traumatischen Erlebnissen schon in der Welpenzeit zusammenhängen, die der Halter oft gar nicht kennt und deshalb auch nicht einordnen kann.

Warum sind manche Hunde ängstlich?

Häufig ist ein ängstlicher Hund das Ergebnis ungenügender Sozialisation und mangelhaftem Training. Hunde, die in ihrer Prägephase nicht genügend äußerliche Reize erfahren oder nicht jene Reize, die später ihren Alltag bestimmen, entwickeln häufig Angst.

So wird zum Beispiel ein Hund, der keinen Straßenverkehr, keine Menschenansammlungen kennenlernt, sich beim ersten Spaziergang in einer Großstadt bestimmt genauso sehr fürchten wie ein Stadthund beim ersten Besuch auf einem Pferdehof oder einer Kuhweide. Aber es gibt auch die genetisch geprägte oder angezüchtete Angst. Manche Hunde sind von Natur aus ängstlicher, andere draufgängerischer, bestimmte Hunderassen neigen, ob mit Leine oder ohne Leine eher zu ängstlichen Verhalten als andere.

Was können Frauchen oder Herrchen tun damit ein ängstlicher Hund mutiger wird?

Die gute Nachricht ist, dass alle Hunde sehr gelehrig sind und es deshalb durchaus möglich ist, selbst den größten Angsthasen unter den Hunden etwas tapferer zu machen und sein Verhalten zu ändern. Dazu gehört aber, dass der Halter sein Tier nicht vor allen vermeintlich gefährlichen Situationen bewahrt und seine Angst nicht durch falsche Reaktionen verstärkt.

ängstlicher hund

Sehen wir uns einige Beispiele an. Viele Frauchen und Herrchen, deren ängstlicher Hund sich vor der Begegnung mit Artgenossen fürchtet, vermeiden nach Möglichkeit jedes Zusammentreffen mit anderen Hunden. Das ist aber ein ganz falsches Verhalten.

Gerade ein ängstlicher Hund braucht viel Kontakt zu Artgenossen, am besten am Anfang zu solchen, die der Hundebesitzer kennt und die ein freundliches Verhalten zeigen. Allerdings sollten Hunde an der Leine eher zügig aneinander vorbeigeführt werden, wobei gerade ein ängstlicher Hund nicht daran gehindert werden sollte, auch in einem kleinen Bogen um den anderen Hund herumzugehen. Mit diesem Training gewöhnt man sein Tier entspannt an die nächsten Begegnungen mit Artgenossen.

Im allgemeinen aber funktionieren Annäherungen zwischen Hunden aber am besten ohne Leine zum Beispiel auf der Hundewiese oder in der Hundeschule. Aber auf der anderen Seite sollte ein ängstlicher Hund auch nicht mit Gewalt in Situationen gezwungen werden, die ihm Angs machen. Geduld und Freundlichkeit, manchmal auch ein Belohnungs-Leckerchen führen hier eher zum Ziel.

Wenn ein ängstlicher Hund Gewitter, Feuerwerk oder schussähnliche Geräusche übermäßig fürchtet, sollte der Besitzer ihn in solchen Situationen möglichst nicht alleinlassen und ihm ein geschütztes sicheres Plätzchen bieten. Aber er sollte das Tier nicht übermäßig „betüdeln“ es streicheln oder ihm gut zureden.

Auch das verstärkt nur die Angst. Je normaler und gelassener das Verhalten seines Menschen in einer entsprechenden Situation ist, umso eher beruhigt sich auch der Hund. Auf gar keinen Fall sollte ein ängstlicher Hund, der vor Furcht winselt und zittert, bellt und schlimmstenfalls sogar schnappt, für diese Reaktion bestraft werden. Er reagiert in einer für ihn ganz schrecklichen Situation einfach nur panisch. Hier ruhig und gelassen zu bleiben fällt nicht leicht, ist aber ganz wichtig.

Damit ein ängstlicher Hund entspannt und ruhiger wird, ist es beim Training folgendes sehr wichtig:

Der Halter die Halterin sollte die typischen „Hunde-Signale verstehen und nicht unterdrücken, mit Lob und positiver Verstärkung und nicht mit Strafen arbeiten, dem Hund und sich selbst genug Zeit für das Training lassen und die Aufgabe wirklich entspannt angehen.

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